Angela Merkel sagt DANKE !

Veranstaltungsbericht von der Einladung der Bundeskanzlerin zur Würdigung ehrenamtlicher Flüchtlingshelfer am 7.4.2017 im Berliner Kanzleramt 

Frau Merkel hat 150 Engagierte in der Flüchtlingsarbeit ins Kanzleramt eingeladen, durch den verschobenen Besuch bei Herrn Trump wurde der Besuch auf den 7.4. verlegt, weil der Kanzlerin ihre Anwesenheit sehr wichtig war.

Aus dem Landkreis Harburg hat Wilfried Bolte, der Vereinsvorsitzende vom Bündnis, teilgenommen. Die Flüchtlingshelfer kamen aus ganz Deutschland und gaben ein buntes Bild der ehrenamtlichen Bewegung.

Wilfried Bolte gibt einen kurzen Bericht der Veranstaltung:

Nach umfänglichen Sicherheitskontrollen konnten die Anwesenden sich austauschen und in kleinen Gruppen das Kanzleramt besichtigen.

Abweichend von der ursprünglichen Tagesordnung begrüßte uns die Kanzlerin und gab zunächst ein Statement zu den aktuellen Ereignissen. Übereinstimmend mit anderen Regierungschefs der EU äußerte sie Verständnis für den Militärschlag der US-amerikanischen Streitkräfte gegen Syrien und nannte ihn nachvollziehbar. Sie unterstrich die Notwendigkeit von Friedensverhandlungen und alle Bestrebungen zum Ende des Assad-Regimes.

Frau Merkel begrüßte und dankte den anwesenden Ehrenamtlichen stellvertretend für die vielen Aktiven im Land und bat um Weitergabe des Dankes an die vielen Engagierten in unseren Initiativen. Mit unserer entscheidenden Unterstützung sei viel erreicht worden, natürlich ist noch nicht alles gut, doch inzwischen befinde sich vieles auf gutem Wege. Das Bild Deutschlands im Ausland habe durch uns und die gelebte Willkommenskultur sehr positive Impulse erhalten.

Dann begann mit einem Moderator die Podiumsdiskussion mit fünf ausgesuchten Ehrenamtlichen. Viele Themen kamen zur Sprache und Frau Merkel hat mit viel Empathie und innerer Überzeugung geantwortet. Zwei Nachfragerunden aus dem Auditorium sprachen teilweise konkrete Einzelfälle und Missstände an, z.B. die Notwendigkeit, dass in Deutschland geborene Babys in NRW einen Asylantrag stellen müssen und bis zur Entscheidung keinerlei finanzielle Mittel fließen oder die strikte Nichtanwendung der 3+2 Jahre-Regelung für Ausbildungsverträge in Bayern (Herr Seehofer habe persönlich interveniert!). Der zuständige Abteilungsleiter von Kanzleramtsminister Altmaier musste viele Themen aufnehmen, die er nach- arbeiten soll.

Den größten Beifall erhielt eine kritische Stellungnahme zur Afghanistanpolitik (Abschiebungen und Disk. über „sicheres Herkunftsland“). Dies beantwortete die Kanzlerin in der Weise geschickt, dass ihr kürzlich der afghanische Präsident gesagt habe: “es ist bei uns sicher und nehmt uns nicht unsere besten Menschen weg, die wir für den Aufbau unseres Landes brauchen“. Sie bat darum dieses Argument auch zu sehen, auch wenn sie nicht glaube, dass sie uns umstimmen könne. Die Frage nach einem Einwanderungsgesetz hat sie offen gelassen, lediglich auf die Regelung der möglichen Beantragung aus dem Ausland bei vorliegendem Beschäftigungsvertrag verwiesen.

Bei einer Bemerkung aus ihrer Heimat Vorpommern verwies sie auf die Vereinigung und die Ausnahme „von uns Ossis“, wobei hier natürlich nicht die Sprachthemen und kulturellen Unterschiede so sehr zum Tragen gekommen seien. Fehlender sozialer Wohnungsbau in einigen Regionen waren Thema sowie die vielfältigen Probleme mit den Behörden wurden angesprochen, auch die Achtung vor deren Aufgabenbewältigung und deren Einsatz in den Kommunen wurde betont. Das Ehrenamt solle gleichberichtigt anerkannt werden und deren Einbindung müsse weiter gestärkt werden. – Eine Teilnehmerin berichtete u.a. dass sie den Verfassungsschutz auf den späteren Täter von Ansbach hingewiesen habe, aber nicht ernst genommen wurde.

Final bedankte sich Kanzlerin Merkel und bat um weiteres Engagement, denn der Weg hin zu einer gelungenen Integration unserer neuen Mitbürger sei noch lang.

Abschließend sprach dann Minister Altmaier seinen Dank an die Anwesenden aus und sagte Deutschland und die Flüchtlinge haben GLÜCK, da sie auf so viele ehrenamtlich Engagierte stoßen.

Abschließend wurde eine Gruppenfoto mit Kanzlerin und Minister gefertigt und es schloss sich ein Empfang mit Getränken und Fingerfood zum Austausch der Ehrenamtlichen, was interessant war. Die Probleme gleichen sich, auch wenn es regionale Unterschiede gibt. Positiv waren die guten Erfahrungen mit ehrenamtlicher Mitarbeit von Flüchtlingen oder Musikgruppen mit bezahlten Übungsleitern (unser Wunsch: ein gemischter Chor in Buchholz).

Im Anschluss an das Foto hatte ich noch einige Minuten zum Gespräch mit Herrn Altmaier. Wir sprachen über das Sozialticket für den Nahverkehr für alle Bedürftigen und Berufs-/Fachschulen für Menschen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist. Er sieht auch die Notwendigkeit für viele Anpassungen.

„Ich bin richtig stolz darauf“

Bündnis für Flüchtlinge weiht Café International in der Neuen Straße ein

Freuen sich über die Eröffnung des Café International: Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse (von links), der Vorsitzende des Bündnis‘ für Flüchtlinge, Wilfried Bolte und seine Vertreterin Ute Schui-Eberhart

Die Theke bog sich beinahe unter der Last von Falafel, Kebab, Spinattaschen, Pakaure, Ataiev und anderen herrlich duftenden und noch besser mundenden Köstlichkeiten. Mehr als 20 Stunden haben Sobida Malas, Arezoo Amiri und Sohaila Hosseini in der offenen Küche des Café International gearbeitet, um das Fingerfood vorzubereiten. Viel Arbeit für einen besonderen Tag: Der offiziellen Eröffnung des Cafe´ International des Bündnis’ für Flüchtlinge.

„Ich bin überwältigt, was hier alles geleistet wurde und wird“, lobte Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse die Arbeit des Bündnis’ vor rund 100 Gästen. „Was vor einem Jahr als Willkommenskultur begann, ist gute Integrationskultur geworden.“ Das Cafe´ sei ein Ort des Austausches für alle Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt. „Ich bin richtig stolz darauf.“

Stolz und froh war auch Wilfried Bolte, Vorsitzende des Bündnis’ für Flüchtlinge. „Viele Ehrenamtliche haben das Café möglich gemacht und machen es möglich.“ Er freue sich, „dass wir es gemeinsam geschafft haben, die Begegnungsstätte langfristig auf sichere Füße zu stellen.“ Ab sofort hat der Treffpunkt in der Neuen Straße 10 sieben Tage die Woche von 14 bis 18 Uhr geöffnet. „Wir haben Teams von Ehrenamtlichen gebildet, die sich gegenseitig unterstützen“, sagt Bolte. So werde sichergestellt, dass die Öffnungszeiten auch eingehalten werden.

Das Café International sei für jeden – ob Neubürger oder Alteingesessene – offen. Hier gebe es Koch- und Deutschkurse, Tanzangebote und Handarbeitsgruppen, eine Offerte für Biografisches Schreiben findet sich hier ebenso wie Sprechstunden des Bündnis’ für Ehrenamtliche Mitarbeiter und solche, die es werden wollen sowie Sprechzeiten der Gruppe ‚Arbeit und Ausbildung‘ zu allen Fragen dieses Themenbereiches. „Hier findet Begegnung statt und wir wünschen uns, dass es auch künftig weiter gut angenommen wird“, sagte Bolte mit Blick auf die gut einjährige Geschichte der Einrichtung.

Denn aus der Taufe gehoben hatten das Cafe´ bereits im September vergangenen Jahres Anke Dieckmann, Adelheid Bartheau-Egge und Brigitte Brosig. „Die Idee dazu hatte damals Karsten Groth“, berichtete Dieckmann. Das Geschäft von Fisch Pagels war gerade frei geworden und Groth bot an, dort einen Treffpunkt mit und für Flüchtlinge einzurichten. Auf Miete und Nebenkosten verzichtete Groth. Zunächst an drei Tagen pro Wochen hatte das Café geöffnet. Es wurde gemeinsam gekocht, gab Deutschunterricht für Flüchtende, es wurde geklönt, gespielt – kurz: Integration fand und findet statt. Seit Mitte Oktober ist das Bündnis offizieller Mieter der Einrichtung. Einige Wochen lang wurde umgebaut, gemalert und am Konzept gefeilt. Alles durch ehrenamtliche Arbeit, und durch tatkräftige handwerkliche Unterstützung von Flüchtlingen.

„Viele Spender sorgen dafür, dass es funktioniert“, sagte Bolte. So hat der Kirchenkreis Hittfeld 10 000 Euro gestiftet. Firmen spendeten Computer, Beamer, Feuerlöscher – Wartung inklusive -, Haushaltsgeräte, Kaffeemaschine, Lebensmittel und zahlen den Strom. Die Stadt gewährt einen Mietzuschuss in Höhe von 1200 Euro, das Bündnis finanziert den Betrieb des Café International mit weiteren rund 1800 Euro monatlich aus Spenden und Beiträgen.

Einziger Wermutstropfen: Aus steuerlichen Gründen – das Bündnis für Flüchtlinge ist seit März ein gemeinnütziger Verein – darf nicht mehr für Cafébesucher gekocht werden. „Das ließe sich nur mit großem bürokratischem Aufwand für die Gäste wie für uns fortführen“, erläutert Bolte. Die Besucher werden’s verschmerzen. Bekommen sie doch einen Treffpunkt mit deutlich erweiterten Öffnungszeiten und einem erheblich ausgebauten Angebot – Kaffee, Tee und Kekse inklusive. „Wir sind für alle Buchholzerinnen und Buchholzer da“, sagte Bolte. „Wir haben einen langen, guten Weg vor uns, den wir gemeinsam gehen wollen“ sagte Bürgermeister Röhre und betonte: „Das ist ein tolles Projekt.“

„Das Konzept hat uns überzeugt“

Kirchenkreis Hittfeld unterstützt die Begegnungsstätte Café International des Bündnis für Flüchtlinge mit 10 000 Euro

„Hervorragende Arbeit und tolles Engagement“

IMG_0326 KopieDer Sonnabend war lang, anstrengend – und ergiebig: Rund 50 Ehrenamtliche des Bündnis’ für Flüchtlinge hatten sich jüngst beim Tag der Ehrenamtlichen in der Buchholzer Rathauskantine getroffen. Information, Austausch und Debatte über aktuelle Bündnisthemen standen auf der Agenda. Begrüßt wurden die Aktiven von Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse und 1. Stadtrat Dirk Hirsch.

Röhse dankte dem Bündnis für dessen „hervorragende Arbeit und tolles Engagement“. Und betonte: „Die eigentliche Integrationsarbeit beginnt erst jetzt und dafür brauchen wir sie.“ Im Anschluss an das Stadtoberhaupt informierte Kai Weber, Geschäftsführer des Niedersächsischen Flüchtlingsrates, über die aktuelle Situation. So sei die Zahl der Neuankömmlinge in den vergangenen Monaten drastisch gesunken. Weber wies darauf hin, dass die vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gemeldeten Fallzahlen sich auf die Zahl der registrierten Flüchtlinge bezögen. Die sei so hoch, weil sich darin der Registrierungsstau aus dem Vorjahr niederschlage. In der Öffentlichkeit würden diese Zahlen immer wieder vermischt, was für Irritationen sorge.

Darüber hinaus kritisierte Weber die sehr viel restriktivere Flüchtlingspolitik der Bundesregierung. Er verwies dabei insbesondere auf die im neuen Integrationsgesetz verschärften Bedingungen für die Niederlassungsfreiheit und den Leistungsbezug der Flüchtlinge. Am Beispiel syrischer Flüchtlinge verdeutlichte Weber, wie sehr sich die Praxis der Anerkennung von Asyl verändert habe. Während in 2015 nur etwa zwei Prozent der Syrer subsidären Schutz (das heißt, erst nach zwei Jahren dürfen ihre Familien nachkommen) gewährt bekamen, habe sich der Anteil im laufenden Jahr auf mehr als die Hälfte erhöht. Überdies werde, wenn auch der Arbeitsmarktzugang erleichtert worden sei, der Sprachunterricht nur bedingt angegangen: Lehrkräfte fehlten, Schulen erführen zu wenig Unterstützung.

Wilfried Bolte, Vorsitzender des Bündnis für Flüchtlinge, ging im Anschluss in seinem Vortrag auf die aktuelle Themen im Bündnis ein. „Ein großes Problem ist die Wohnraumnot und die sehr dichte Belegung der Containerunterkünfte“, sagte Bolte. Tatsächlich müssten sich zahlreiche Flüchtlinge zu dritt 15 Quadratmeter große Wohncontainer teilen. Ein großes Thema fürs Bündnis ist zudem das Internationale Café in der Neuen Straße. „Das hat sich zu einem tollen Treffpunkt entwickelt, den wir unbedingt erhalten und zur zentralen Begegnungsstätte in Buchholz ausbauen wollen.“ Nach intensiver Gruppenarbeit klang der Tag bei Musik, Kaffee und Kuchen aus.

Justizminister Heiko Maas besucht Buchholz

160630_Maas_in_Buchholz_02Auf Einladung der SPD-Bundestagsabgeordneten Svenja Stadler besuchte Bundesjustizminister Heiko Maas die Unterkunft Bremer Str. 72 und stand u.a. Bündnis-Vertretern für Gespräche im Integrationsbüro der Stadt Buchholz zur Verfügung.

Zunächst wurde ihm bei einem Rundgang von der Sozialarbeiterin von Human Care in der Unterkunft ein Familienzimmer samt Bewohnern vorgestellt. Im Anschluss haben wir in den Containern ein Drei-Bett-Zimmer aufgesucht und dort mit einem Flüchtling über die enge Wohnsituation, die fehlenden Gemeinschaftsräume sowie die Probleme im Asylverfahren gesprochen (z.B. im Landkreis konnten von den hier lebenden 3.200 Flüchtlingen fast 1.500 immer noch keinen Asylantrag stellen).

Anschließend sind wir an der Fahrradwerkstatt vorbei zum Integrationsbüro gegangen, dort konnten wir Fragen stellen, unsere Arbeit vorstellen und über die verbesserungswürdigen Punkte sprechen.

Wir haben anhand unseres neuen Flyers die Bündnisarbeit und das Wirken der Begrüßungsteams vorgestellt. Der Vorstand hat ihm einen Begrüßungsordner und ein „Willkommen“-T-Shirt übergeben. Die Ungleichbehandlung nach Herkunftsländern war Thema (ist ein Koalitionskompromiss und in dieser Wahlperiode nicht änderbar), der Familiennachzug, die Kosten von Kommune und Landkreis, die Wohnraumsituation, die Probleme bei Arbeitssuche und vieles mehr.

Schwerpunkt lag in der Darstellung beim Thema Sprache. Wir haben die Forderung nach einem umfassenden differenzierten Angebot schon früh nach Ankunft herausgestellt (wie in anderen Ländern praktiziert). Gern auch verpflichtend, aber auch mit sozial-pädagogischer Betreuung, um Lernprobleme oder Nichterscheinen zu klären.

Herr Maas war interessiert und hat klar und deutlich Stellung bezogen, ohne Versprechung auf baldige Veränderungen. Er hat auf seine Arbeitgeberin, Svenja Stadler, verwiesen, die ja sein Gehalt bezahlt … und seinerseits uns allen viel Energie und Erfolge bei der Arbeit gewünscht sowie eine Diskussion in der Gesellschaft, was uns in unserem Land wichtig ist. Die schweigende Mehrheit möge sich auch einbringen.

Es war ein sinnvoller und guter Austausch und nach 90 Minuten hat der Minister unsere Stadt wieder verlassen.

IGS spendet 5000 Euro für Flüchtlingshilfe

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Strahlende Geischter auf dem neuen Kunstrasenplatz der IGS: Ute Schui-Eberhart (von links), Holger Blenck, Wilfried Bolte, Rebecca Süßmeier, Martin Klawitter und Onne Hennecke freuen sich über die Spende

Laufen lohnt. Für die eigene Fitness und den guten Zweck: Rund 900 Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer haben im vergangenen Herbst beim großen Sponsorenlauf der Integrierten Gesamtschule Buchholz (IGS) mitgemacht und rund 13 000 Euro erlaufen. 5000 Euro davon übergab pünktlich zum Beginn der Sommerferien Onne Hennecke, Vorsitzender des Schulvereins der IGS, Wilfried Bolte und Ute Schui-Eberhart vom Verein Bündnis für Flüchtlinge. „Wir freuen uns sehr über dieses Geld“, sagt Schui, Zweite Vorsitzende des Bündnis‘ für Flüchtlinge. Der Verein wolle mit dem Geld insbesondere Familien mit Kindern unterstützen. „Es gibt viele Flüchtlinge in  Buchholz, deren Familien nachziehen.“

Der Sponsorenlauftopf der IGS ist damit leer. Denn die anderen 8000 Euro hat die Schule bereits in einen kleinen Kunstrasenplatz auf ihrem Gelände investiert. „Das war unser Eigenanteil“, sagt IGS-Rektor Holger Blenck. Den habe es gebraucht, damit der Landkreis den Platz realisiert. Für die Schülerinnen und Schüler sei der doppelte Spendenzweck – Flüchtlinge und Kunstrasen – eine zusätzliche Motivation gewesen. Motiviert wurden die Schülerinnen und Schüler auch von ihren Lehrern. „Wir haben das Thema Flucht auch im Unterricht aufgegriffen“, sagt Martin Klawitter, der seine Kollegin Rebecca Süßmeier bei der Organisation des Sponsorenlaufs unterstützt hat. „Eine tolle Aktion“, lobte der Vorsitzende des Bündnis für Flüchtlinge, Wilfried Bolte, „und eine wirklich großherzige Spende. Wir freuen uns sehr!“

Bündnis wird Verein

54 Gründungsmitglieder heben Bündnis für Flüchtlinge Buchholz e.V. aus der Taufe. Vorstand einstimmig gewählt.

45 Minuten, dann war die Versammlung am Donnerstagdabend auch schon beendet, der Verein Bündnis für Flüchtlinge Buchholz e.V. von 54 Gründungsmitgliedern aus der Taufe gehoben. „Satzung, Beitragsordnung, Vorstandswahlen, alles wurde einstimmig beschlossen und gewählt“, freut sich der frischgebackene Vorsitzende des Bündnis‘ für Flüchtlinge, Wilfried Bolte. Unterstützt wird Bolte von fünf weiteren Vorständen: Ute Schui-Eberhard (stellvertretende Vorsitzende), Gudrun Schwab (Schriftführerin), Michael Loose (Schatzmeister) sowie Dieter Schweisfurth und Heinrich Helms (Beisitzer). Die nächsten Schritte sind die Anmeldung zum Vereinsregister sowie die Feststellung der Gemeinnützigkeit durch das Finanzamt.

Das Bündnis für Flüchtlinge wurde im Oktober 2013 von Ute Schui und Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse (damals noch Erster Stadtrat) als loser Zusammenschluss gegründet. Zurzeit zählt es mehr als 400 Mitglieder.

Erste Willkommenskurse in 2016 gestartet

Der Landkreis stellt auf freiwilliger Basis Mittel für sog. Willkommenskurse für Flüchtlinge zur Verfügung. Das Angebot (im Landkreis für 2016 nur 20 Kurse mit 20-25 Teilnehmern) deckt bei weitem nicht den Bedarf ab.
In Buchholz sind im Febr. und im März zwei Kurse gestartet. Das Bündnis bindet sich ein und versucht dadurch den Erfolg dadurch zu verbessern.

Wir plädieren für verbindliche Sprachkurse für alle Flüchtlinge zu möglichst frühen Zeitpunkten.

 

Mehr als 20 Flüchtlinge bereits in Arbeit

Bei den Buchholzer Wirtschaftsbetrieben arbeiten inzwischen mehr als 20 Flüchtlinge.- Die Arbeitsgruppe vermittelt
— in den ersten Monaten Hospitationen, Praktika oder gemeinützige Beschäftigung und
— versucht Ausbildungsplätze zuvermitteln sowie
— nach 15 Monaten Aufenthalt bzw bei Anerkennung Arbeitsplätze.
Entscheidend für den Erfolg sind die Deutsch-Sprachkenntnisse.

 

 

Vereinsgründung am 31. März geplant

Die Vorbereitungen sind weitgehend abgeschlossen und in Kürze werden alle im Bündnis engagierten Bürger zur Gründungsversammlung am 31.März 2016, um 19 Uhr in die Buchholzer Rathauskantine eingeladen. Dort wird die Satzung verabschiedet und das erste Vorstandsgremium gewählt.