„Eine gelungene Veranstaltung“

Verterter des Hegerings und Naturschutzbundes bastelten mit Kindern Nistkästen

Buchholz. Die Bewohner der Jordan-Häuser an der Steinstraße hatten zum Quartiersfest geladen – und (fast) alle kamen: Im Pavillion auf dem Innenhof wurde gehämmert und gebastelt. Gleich nebenan vergnügten sich Kinder beim Dosenwerfen. Im Gemeinschaftsraum von Haus 2 genossen derweil Bewohner und Nachbarn Leckereien vom Buffet – und kamen miteinander ins Gespräch. Damit erfüllte sich, was Nayef Aljaafar in seiner Begrüßung noch als Wunsch formuliert hatte: „Wir möchten heute mit ihnen sprechen, uns kennen lernen, essen, trinken und kreativ sein.“

Viele Bewohner der Jordan-Häuser hätten ihre „Heimat verlassen und fangen hier neu an“, sagte Aljaafar. Das sei oft schwer und viele Dinge seien neu. „Aber wir bekommen auch viel Hilfe von lieben Menschen, die in ihrer freien Zeit bei uns sind.“ Man müsse viele kleine Schritte machen. „Ein Schritt ist auch, dass wir uns kennen lernen und eine gute Gemeinschaft haben“, sagte Aljaafar in seiner Begrüßung, die auch ins Arabische und Farsi übersetzt wurde.

„Viele Nachbarn sind der Einladung gefolgt und kamen mit kleinen Willkommenskörbchen zum Fest“, berichtet Nina Wiengarten von Human Care. Hier seien wertvolle Kontakte entstanden. Viele hätten auch ihr Interesse bekundet, sich für die Menschen in der Steinstraße zu engagieren. So wollen Nachbarn zum Beispiel zum nächsten Patentreffen kommen, um zu erfahren wie sie Menschen konkret unterstützen können. „Die Offenheit hat uns wirklich sehr gefreut und die Menschen selbst betonten immer wieder, dass es sie unheimlich freut so viele Nachbarn beim Fest zu sehen“, berichtet Wiengarten.

Unterstützt wurden die Organisatoren des Quartierfestes vom Bündnis für Flüchtlinge, der Diakonie, der Engagierten Stadt, Kaleidoskop, dem Hegering, dem Naturschutzbund, traudich, der Stadt Buchholz sowie von Human Care.

Die Häuser auf der Jordanfläche sind Mitte des Jahres bezogen worden. In den Wohnungen leben anerkannte Flüchtlinge mit ihren Familien, so wie Buchholzerinnen und Buchholzer, die einen Wohnberechtigungsschein haben. Beim Richtfest im August vergangenen Jahres hatte Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse betont, dass diese Menschen nicht an den Stadtrand geschoben, sondern mitten in der Stadt in die Gesellschaft integriert würden.

Die scheint auf einem guten Weg zu sein. „Es war eine gelungene Veranstaltung“, bilanziert der Vorsitzende des Bündnis für Flüchtlinge, Wilfried Bolte. Das sieht Nachbarin Anneliese Kaven nicht anders: „Die Resonanz war prima, das kleine Fest ein schöner Erfolg.“