Justizminister Heiko Maas besucht Buchholz

160630_Maas_in_Buchholz_02Auf Einladung der SPD-Bundestagsabgeordneten Svenja Stadler besuchte Bundesjustizminister Heiko Maas die Unterkunft Bremer Str. 72 und stand u.a. Bündnis-Vertretern für Gespräche im Integrationsbüro der Stadt Buchholz zur Verfügung.

Zunächst wurde ihm bei einem Rundgang von der Sozialarbeiterin von Human Care in der Unterkunft ein Familienzimmer samt Bewohnern vorgestellt. Im Anschluss haben wir in den Containern ein Drei-Bett-Zimmer aufgesucht und dort mit einem Flüchtling über die enge Wohnsituation, die fehlenden Gemeinschaftsräume sowie die Probleme im Asylverfahren gesprochen (z.B. im Landkreis konnten von den hier lebenden 3.200 Flüchtlingen fast 1.500 immer noch keinen Asylantrag stellen).

Anschließend sind wir an der Fahrradwerkstatt vorbei zum Integrationsbüro gegangen, dort konnten wir Fragen stellen, unsere Arbeit vorstellen und über die verbesserungswürdigen Punkte sprechen.

Wir haben anhand unseres neuen Flyers die Bündnisarbeit und das Wirken der Begrüßungsteams vorgestellt. Der Vorstand hat ihm einen Begrüßungsordner und ein „Willkommen“-T-Shirt übergeben. Die Ungleichbehandlung nach Herkunftsländern war Thema (ist ein Koalitionskompromiss und in dieser Wahlperiode nicht änderbar), der Familiennachzug, die Kosten von Kommune und Landkreis, die Wohnraumsituation, die Probleme bei Arbeitssuche und vieles mehr.

Schwerpunkt lag in der Darstellung beim Thema Sprache. Wir haben die Forderung nach einem umfassenden differenzierten Angebot schon früh nach Ankunft herausgestellt (wie in anderen Ländern praktiziert). Gern auch verpflichtend, aber auch mit sozial-pädagogischer Betreuung, um Lernprobleme oder Nichterscheinen zu klären.

Herr Maas war interessiert und hat klar und deutlich Stellung bezogen, ohne Versprechung auf baldige Veränderungen. Er hat auf seine Arbeitgeberin, Svenja Stadler, verwiesen, die ja sein Gehalt bezahlt … und seinerseits uns allen viel Energie und Erfolge bei der Arbeit gewünscht sowie eine Diskussion in der Gesellschaft, was uns in unserem Land wichtig ist. Die schweigende Mehrheit möge sich auch einbringen.

Es war ein sinnvoller und guter Austausch und nach 90 Minuten hat der Minister unsere Stadt wieder verlassen.