Kindergruppe – ein Unterstützerbrief

Auszug aus einem Unterstützer – Brief von Frau Birgit Schulz-vom Heede (BiSchu)
… In dieser Gruppe werden den teilnehmenden Kindern Werte und Normen auf spielerische Weise und mit ganz viel Herz und Engagement vermittelt. Wunderbar, dass sich Freiwillige gefunden haben, diese Arbeit ehrenamtlich zu tun, denn Integrationsarbeit kann gar nicht früh genug beginnen. Die Früchte dieser Arbeit werden langfristig zu beurteilen sein. Dann nämlich, wenn die jetzigen Kinder zu Jugendlichen herangereift aber immer noch nicht in unserem Land, unserer Stadt angekommen sind. Dann, wenn weder unsere Sprache noch unsere Kultur verstanden werden, und wenn die jungen Mitbürger weder mit sich noch mit ihrer Freizeit etwas anzufangen wissen, weil sie es nicht gelernt haben, weil ihnen niemand Möglichkeiten und Perspektiven aufgezeigt hat. Wenn dann das Zusammenleben zu Problemen führt, wird der „Hätte man“ auf den Plan gerufen. „Hätte man doch früher mit der Integrationsarbeit begonnen, im Kindesalter, dann….“ Aber dann ist es nicht mehr nachholbar.…

Die Gruppe um Frau Schwab nutzt einmal wöchentlich 2 Stunden zwei Räume in der
Theaterwerkstatt BiSchu. Diese Räume sind ganz und gar auf die Arbeit mit Kindern abgestimmt. Im Kreativraum kann nach Herzens Lust gemalt, geschnibbelt und geklebt werden, ohne dabei auf mögliche Teppichböden oder Hochglanztische Rücksicht nehmen zu müssen. Desweiteren ein Gruppenraum für Spiel, Spaß und Gespräche. Im großzügigen Flur kann der Puppenwagen spazieren gefahren werden. Arbeitsmaterialien können gelagert werden, um den Ehrenamtlichen ihre Tätigkeit zu erleichtern. Noch nie kam es zu Zwischenfällen oder Problemen.

Den ehrenamtlichen Mitarbeitern liegt die ganzheitliche Förderung der Kinder sehr am Herzen. Neben den pädagogischen Angeboten begleiten sie die Kinder auf dem Hin – und Rückweg. Daher entsteht auch Kontakt zu den Familien der Kinder. Das soziale Miteinander wird gefördert und somit ein wichtiger Beitrag zur Gewaltprävention geleistet. Außerdem wird gemeinsam am städtischen und kulturellen Leben teilgenommen, wie zum Beispiel mit dem Besuch des Stadtfestes, dem KKI-Fest oder mit dem Besuch von Theaterveranstaltungen.

Insgesamt engagieren sich immer mehr Menschen in Deutschland ehrenamtlich. Rund ein Drittel der Kinder und Jugendlichen in Deutschland haben einen sogenannten Migrationshintergrund. Das freiwillige und bürgerschaftliche Engagement gilt als ein „Motor“ für die Integration. Trotzdem reicht es noch nicht aus, um allen ein Spungbrett in unsere Gesellschaft zu ermöglichen und ein gemeinsames Miteinander zu fördern.
Wir als freizeitpädagogische Einrichtung sind jedenfalls stolz darauf, der Gruppe unter der Leitung von Frau Schwab, eine Heimstatt bieten zu können. Dies würden wir auch weiterin gerne tun.
Herzliche Grüße aus der Theaterwerkstatt Birgit Schulz-vom Heede

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